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- Johann Gottfried von Herder (1744 - 1803) -

Herkunft: Mohrungen (Ostpreußen), Deutschland

Johann Gottfried von Herder, geadelt 1802, war ein deutscher Dichter, Übersetzer, Theologe und Geschichts- und Kultur-Philosoph der Weimarer Klassik. Er war einer der einflussreichsten Schriftsteller und Denker Deutschlands und zählt mit Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller zum klassischen „Viergestirn“ von Weimar.

Herder wurde als Sohn des Kantors und Schullehrers Gottfried Herder (* 9. Mai 1706; † 26. September 1763) und dessen zweiter Ehefrau Anna Elisabeth, geb. Peltz (* 1717; † 3. Oktober 1772) geboren. Durch seine pietistischen Eltern wurde er religiös geprägt; er sollte Theologie studieren. Als der jüngere Bruder Carl Friedrich starb, war dies Herders erste Berührung mit dem Tod; es entstand sein erstes Gedicht „Auf meinen ersten Todten! das Liebste, was ich auf dieser Welt verloren“.

Die Verhältnisse seiner Eltern waren bescheiden, aber nicht so dürftig, dass auf eine gute Erziehung der Kinder hätte verzichtet werden müssen. Herder besuchte in seiner Heimatstadt Mohrungen, einer Stadt mit damals kaum 2000 Einwohnern in der damaligen Provinz Preußen (dem späteren Ostpreußen), die Stadtschule. Besonders beeinflusste ihn der Diakon S. F. Trescho, gleichfalls Pietist. Dieser „benutzte“ ihn als Faktotum, immerhin jedoch durfte Herder dessen Bibliothek frei benutzen. Auf Initiative des russischen Regimentschirurgen J. C. Schwarz-Erla verließ Herder im Sommer 1762 Mohrungen und ging nach Königsberg, um Chirurg zu werden. Weder seine Geburtsstadt noch seine Eltern sollte er jemals wiedersehen.

Aus glücklichen Familien besteht das Wohl des Staates; oder seine Glückse...
Johann Gottfried von Herder
Die, welche den Kelch der Freuden hienieden getrunken, bekommen dort oben d...
Johann Gottfried von Herder
Nirgend auf Erden blühet die Rose der Glückseligkeit ohne Dornen; was abe...
Johann Gottfried von Herder
Vernunft, o Mensch, und Wille sind die Waffen, dein Glück zu schaffen....
Johann Gottfried von Herder
Jeder Abschied ist betäubend. Man denkt und empfindet weniger, als man gla...
Johann Gottfried von Herder
Bitter und süß ist der Abschiedskuss an der Lippe des Freundes....
Johann Gottfried von Herder
Mein Schicksal ist nicht an den Erdenstaub, sondern an die unsichtbaren Ges...
Johann Gottfried von Herder
Es ist das Los der Menschen und Bestimmung zur irdischen Glückseligkeit we...
Johann Gottfried von Herder
Was die Schickung schickt, ertrage! Wer ausharrt, wir gekrönt....
Johann Gottfried von Herder
Und willst Du mir die Frühlingszeit, die kurze Jugendzeit, zur Freude nich...
Johann Gottfried von Herder