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- Ludwig Uhland (1787 - 1862) -

Herkunft: Tübingen, Deutschland

Ludwig Uhland war ein deutscher Dichter, Literaturwissenschaftler, Jurist und Politiker.

Johann Ludwig Uhland wurde am 26. April 1787 in Tübingen geboren. Sein Stammbaum lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Er entstammt einer renommierten Gelehrtenfamilie. In Tübingen war die Familie Uhland seit dem Urgroßvater Joseph zu Hause. Er war Professor am theologischen Stift. Ludwigs Vater war Universitätssekretär und seine Mutter fürsorglich und eine gutmütige Frau. Ludwig verbrachte seine Kinderjahre in Tübingen und wohnte mit seiner Familie in einem alten, bürgerlichen Haus an der Neckarhalde. Ludwig hatte zwei Geschwister. Sein Bruder Friedrich starb im Alter von 10 Jahren an Scharlach. Er war wild und draufgängerisch - das genaue Gegenteil von Ludwig. Seine Schwester Luise wurde nach Friedrichs Tod geboren.

Von 1793 bis 1801 besuchte Uhland die Schola Anatolica - die damalige Tübinger Lateinschule. Im Sprachunterricht war Ludwig begabt und bekam stets gute Zeugnisse. Nur mit der Mathematik stand er Zeitlebens auf Kriegsfuß. Ludwig wurde oft von Freunden aus der Schule besucht, denn seine Mutter wollte nicht, dass er ein Einzelgänger wird. 1801 erhielt Ludwig ein Stipendium für das Tübinger Stift. Er studierte dort Rechtswissenschaften und Philosophie. Ludwig erfüllte die ihm auferlegten Pflichten mit unermüdlichem Eifer. Selbstbeherrschung und Ordnungsliebe zeichneten ihn aus. Er blieb aber ein schweigsamer Jüngling. Dies änderte sich erst als 1804 der Medizinstudent Justinus Kerner nach Tübingen kam. Ludwig und er wurden gute Freunde. Ludwig und seine Freunde gingen oft auf ausgedehnte Wanderungen. So entstanden 1805 sein Gedicht „Die Kapelle“ und 1809 das Gedicht „Der gute Kamerad“.

Die gleiche Gesinnung und die gemeinsame Richtung des Schrifttums verband Ludwig mit seinen Freunden Gustav Schwab, Justinus Kerner und Karl Mayer. Zahlreiche Briefe sind Beleg dafür, welche warme und innige Verbindung zwischen den schwäbischen Dichterfreunden bestand. Sie alle blieben miteinander in Kontakt. Am 3. April 1810 wurde Uhland zum Doktor der Rechtswissenschaften promoviert.

Einen Monat später begab er sich auf eine Bildungsreise nach Paris. Sein Interesse galt bei der Parisreise den französischen und altdeutschen Schriften. Er konnte seine schriftlichen Studien in der Pariser Nationalbibliothek betreiben. Der Hauptzweck der Reise sollte jedoch - aus Sicht des Vaters - das Studium der Französischen Rechtsverhältnisse sein. Hier wird zum ersten Mal das Aufbegehren Ludwigs gegen seinen Vater deutlich.Am 26. Januar 1811 kehrte er nach Tübingen zurück und eröffnete dort eine Anwaltskanzlei. Er arbeitete seine Forschungsergebnisse aus wobei ihm Gustav Schwabs Kenntnisse hilfreich waren. Er durchwanderte mit Freunden die schwäbischen Lande, wonach regelmäßig in kleine Wirtschaften eingekehrt wurde. In dieser Zeit (21. März 1812) entstand sein wohl bekanntestes Gedicht: „Frühlingsglaube“.

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Doch, was alle Freundschaft bindet, ist, wenn Geist zu Geist sich findet....
Ludwig Uhland
Zu steh'n in frommer Eltern Pflege, welch schöner Segen für ein Kind! Ihm...
Ludwig Uhland
Des Menschen Leben ist ein kurzes Blühen und ein langes Welken....
Ludwig Uhland
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