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- Khalil Gibran (1883 - 1931) -

Herkunft: Bischarri, Libanon

Khalil Gibran war ein libanesisch-amerikanischer Maler, Philosoph und Dichter.

Gibran emigrierte 1895 mit seiner Mutter, Schwestern und Halbbruder nach Boston in die USA. Kamileh Gibran, seine Mutter, war die Tochter des Priesters Istiphan Rahmeh. Die falsche Schreibweise Kahlil Gibran geht auf die Anglisierung seines Namens in der Bostoner Grundschule, die er besuchte, zurück. In seinen Jugendjahren war Gibran Protegé des Fotografen und Publizisten F. Holland Day. Gibran studierte 1897 nach Rückkehr in den Libanon Kunst, Französisch und Arabisch und arabische Literatur. 1899 kehrte er über Paris wieder nach Boston zurück. 1903 starben seine Mutter, sein Halbbruder Butrus (* 1877) und seine jüngere Schwester Sultanah (* 1887) an Tuberkulose. 1904 hatte er erste Erfolge als Maler. Ab 1908 studierte er in Paris Kunst und europäische Literatur. 1912 zog er nach New York. Der autobiografische Roman Gebrochene Flügel (Broken Wings) erschien im selben Jahr. 1918 erschien Der Narr (The Madman), das erste Buch, das er in englischer Sprache verfasst hatte. Er war Gründungspräsident der literarischen Vereinigung Arrabitah. Er gehörte der christlichen Kirche der Maroniten an. Am 10. April 1931 starb er in New York an Leberkrebs und wurde in seinem Geburtsort im Libanon beigesetzt. Die zentralen Motive seiner Dichtung und seines philosophischen Denkens kreisen um den Gedanken, dass das Leben, die Liebe und der Tod das Wesentliche für uns Menschen sein sollen. Sein Werk wird als Bindeglied der philosophischen Richtungen des Orients, z. B. des Sufismus, und der westlichen, durch das Christentum beeinflussten Philosophien gesehen.

Der Prophet, erschienen 1923, gilt als Hauptwerk und zugleich als bekanntestes Werk Gibrans. Es wurde, wie viele andere seiner Schriften, von ihm selbst illustriert.

Die meisten seiner frühen Werke verfasste Gibran auf Arabisch, von 1918 an jedoch hauptsächlich auf Englisch. Dabei bestechen vor allem seine poetischen und auch sprachlich malerischen Bilder. In seinen spirituellen Aphorismen und Lebensweisheiten ging es ihm stets darum, das Herz seiner Zuhörer zu berühren.

Wir suchen uns unsere Freuden und Leiden aus, lange bevor wir sie durchlebe...
Khalil Gibran
Gebet nur das Beste in euch eurem Freunde....
Khalil Gibran
Freundschaft ist immer eine süße Verantwortung, nie eine Gelegenheit....
Khalil Gibran
Wenn die Erde ausatmet, gebiert sie uns. Atmet sie aber ein, ist Tod unser...
Khalil Gibran
Es singt das Lied der Liebe, die Trauer des Wissens spricht, des Verlangens...
Khalil Gibran
Wenn du traurig bist, dann schau in dein Herz und du wirst erkennen, dass d...
Khalil Gibran
Traurigkeit ist nur eine Mauer zwischen zwei Gärten....
Khalil Gibran
Verlangen ist das halbe Leben; Gleichgültigkeit der halbe Tod....
Khalil Gibran
Um das Herz und den Verstand eines anderen Menschen zu verstehen, schaue ni...
Khalil Gibran
Kein Sehnen bleibt unerfüllt....
Khalil Gibran