Autoren beginnend mit W

- Karl Julius Weber (1767 - 1832) -

Herkunft: Langenburg, Deutschland

Karl Julius Weber war ein deutscher Schriftsteller und bedeutender Satiriker.

Weber wurde als Sohn eines Hofbeamten in Langenburg geboren. Er besucht die Lateinschule in Langenburg und ab 1782 das Gymnasium in Öhringen, bevor er Rechte in Erlangen und bis 1790 in Göttingen (hier auch bei August Ludwig von Schlözer) studierte. In der französischen Schweiz nahm er danach eine Hauslehrerstelle an, wo er sich mit französischer Literatur und Philosophie vertraut machte, und wurde 1792 Privatsekretär bei dem Grafen von Erbach-Schönberg, 1799 Regierungsrat (später: Hofrat) der Regierungskanzlei zu König im Odenwald. 1802 trat er als Hof- und Regierungsrat in Isenburgsche Dienste, um den Erbgrafen auf seinen Reisen zu begleiten.

Die Anstellung beim Grafen von Isenburg-Büdingen endete in einem Zerwürfnis, worauf Weber seinen Abschied nahm und bei der Familie seiner Schwester in Jagsthausen, dann Weikersheim, Künzelsau und schließlich in Kupferzell lebte. Von 1820 bis 1824 vertrat er das Oberamt Künzelsau in der württembergischen Ständeversammlung. Er starb am 20. Juli 1832 in Kupferzell, wo er auch begraben wurde. Auf sein Geheiß hin soll man an seinem Grab Zigarren rauchen oder Purzelbaum schlagen.

Als Schriftsteller trat Weber zuerst auf mit seiner Möncherei (Stuttgart 1818-20, 3 Bände), einer Geschichte des Mönchtums. Es folgte Das Ritterwesen (Stuttgart 1822-24, 3 Bände).

Seine gereiftesten und bekanntesten Werke (Stuttgart 1834-44, 30 Bände) sind: Deutschland, oder Briefe eines in Deutschland reisenden Deutschen (Stuttgart 1826-28, 3 Bände; 3. Auflage, als Reisehandbuch eingerichtet. 1843, 6 Bände) und der unvollendete Demokritos, oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen (Stuttgart 1832-1840, 12 Bände; 8. Auflage 1870 und 1888); letzteres ist sein bekanntestes Werk.

Weber wird als der bedeutendste Autor Hohenlohes bezeichnet.

  • 1
Je mehr ich lerne, desto mehr sehe ich ein, wie nur eine gute Grundlage in ...
Karl Julius Weber
Die unselige Frühreife meiner Zeit zerstört Leib und Seele....
Karl Julius Weber
  • 1