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- Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy (1801 - 1862) -

Herkunft: Wien, Österreich

Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy war ein österreichischer Schauspieler, Sänger, Dramatiker und Satiriker. Sein Werk ist der literarische Höhepunkt des Alt-Wiener Volkstheaters.

Johann Nepomuk Nestroy war als zweites von acht Kindern in einer angesehenen Wiener Bürgerfamilie geboren worden und sollte eigentlich Jurist wie sein Vater, der „Hof- und Gerichtsadvokat“ Johann Nestroy, werden. Er interessierte sich aber mehr für das Theater. Nestroy besuchte das Akademische Gymnasium, später das Schottengymnasium, begann erst ein Philosophie- und schließlich ein Jurastudium, spielte aber zu dieser Zeit bereits auf Liebhaberbühnen. 1822 begann der Bassist seine Karriere als Opernsänger am Hoftheater in Wien, 1823 ging er an das Deutsche Theater in Amsterdam, wo er zwei Jahre blieb. Später wurde er Schauspieler an den Theatern in Brünn, Graz, Preßburg und Lemberg. Dabei wechselte er von der Opern- zur Theaterbühne. Schon während dieser Zeit versuchte er sich als Bühnenschriftsteller. 1826 wurde sein Stück „Die Verbannung aus dem Zauberreiche“ im Schauspielhaus Graz uraufgeführt. Johann Nepomuk Nestroy, Lithografie von Josef Kriehuber, 1839

1831 bekam er sein erstes Engagement im Theater an der Wien. Schon bald hatten ihn die Wiener ins Herz geschlossen und zählten ihn zu den beliebtesten Volksschauspielern und Possendichtern. Sein erster großer Erfolg als Autor war die Zauberposse „Der böse Geist Lumpazivagabundus“ (1833). Doch auch mit den Possen „Der Talisman“, „Einen Jux will er sich machen“, „Zu ebener Erde und erster Stock“ feierte er Erfolge.

Seine erste Frau (Wilhelmine von Nespiesni) ging ihm mit einem Aristokraten durch. Seine zweite Frau, die Sängerin Marie Weiler, mit der er allerdings nie verheiratet war und die er in seinen Briefen immer als „die Frau“ bezeichnete, liebte er zwar innig, betrog sie allerdings ständig. Sie schenkte ihm zwei Kinder (Carl und Marie) und war ihm bis an sein Lebensende eine große Stütze in finanziellen und auch administrativen Dingen. Nestroy betont in seinem Testamente ausdrücklich, dass er nur ihr sein Vermögen zu danken habe. Neben Legaten für seine Kinder und Geschwister hat er sie zur Universalerbin gemacht.

1845 traf Nestroy Wenzel Scholz, mit dem er als Komikerpaar auftrat. Berühmt wurde u.a. ihr Zusammenspiel als Herr von Lips und Schlosser Gluthammer in Nestroys „Der Zerrissene“.

Ab 1854 leitete Nestroy das Leopoldstädter Theater bis 1860. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Graz und Bad Ischl. Nestroys letzte Rolle war der Knieriem in „Der böse Geist Lumpazivagabundus“. Er wurde auf dem Währinger Ortsfriedhof beigesetzt. Später wurde er in ein Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 32 A, Nummer 6) umgebettet.

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