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- Friedrich von Logau (1605 - 1655) -

Herkunft: Gut Brockuth (jetzt Brochocin) bei Nimptsch, Schlesien, Polen

Friedrich von Logau war ein deutscher Dichter des Barock.

Logau entstammte einem alten schlesischem Adelsgeschlecht und war der Sohn des Gutsbesitzers Georg von Logau und dessen zweiter Ehefrau Anna von Reideburg. Seinen Vater verlor er im Jahr seiner Geburt (1605), seine Mutter verheiratete sich erneut und war 1632 noch am Leben. Logau besuchte vom 13. Oktober 1614 bis zum Sommer 1624 das Gymnasium zu Brieg, wo er am Hof des Herzogs Johann Christian erzogen wurde[1]. Am 6. Juli 1625 immatrikulierte er sich an der Universität Altdorf bei Nürnberg und studierte dort zwei Jahre (eine für Adlige durchaus übliche Kurz-Studienzeit). Mit 28 Jahren übernahm er 1633 das verschuldete und wenig ertragreiche Familiengut, das er jedoch auch in Zeiten der Kriegsnöte behielt, auch dann, als er 1644 in die Hofdienste eintrat.

Er heiratete 1631 Magdalena Gruttschreiber von Rosenau und 1643 zum zweiten Mal: Helena von Knobelsdorff.

Am 29. September 1644 wurde Logau von Herzog Ludwig IV. von Schlesien an den Hof in Brieg berufen und folgte dem Herzog 1653 nach Liegnitz. Im Sommer 1654 wurde er zum Regierungsrat und Hofmarschall befördert.

Als Verfasser von mehr als dreitausend Epigrammen und Sinngedichten tadelte er Untugenden, wie Putzsucht, Heuchelei und Habsucht sowie die „Ausländerei“ mit ihrer Sprachverwilderung und Nachäfferei an. Er beklagte den verheerenden Krieg und mahnte seine Landsleute zur Vaterlandsliebe.

Sein Pseudonym „Salomon von Golaw“ wählte Logau nach dem Sittenrichter des alten Testaments (Sprüche Salomos) sowie nach dem Gut Gohlau im Kreis Neumarkt, das als Anagramm des Familiennamens verstanden werden kann.

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