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- Friedrich Gottlieb Klopstock (1724 - 1803) -

Herkunft: Quedlinburg, Deutschland

Friedrich Gottlieb Klopstock war ein deutscher Dichter.

Friedrich Gottlieb Klopstock war das älteste von 17 Geschwistern. Sein Vater, Gottlieb Heinrich, der Sohn eines Rechtsanwalts, war fürstlich Mansfeldischer Kommissionsrat und hatte die Herrschaft Friedeburg in der Grafschaft Mansfeld gepachtet, sodass von 1732 bis zur Aufgabe der Pacht 1736 Friedrich Gottlieb hier seine Kindheit verlebte. Seine Mutter Anna Maria hatte einen Ratskämmerer und Großkaufmann aus Langensalza zum Vater.

Nach dem Besuch des Quedlinburger Gymnasiums kam Friedrich Gottlieb Klopstock im Alter von 15 Jahren auf die Fürstenschule in Schulpforte, in der er eine gründliche humanistische Schulausbildung erhielt. Klopstock las die griechischen und lateinischen Klassiker: Homer, Pindar, Vergil und Horaz. Hier machte er außerdem die ersten eigenen dichterischen Versuche und verfasste einen ersten Plan zum Messias.

1745 begann er das Studium der Theologie in Jena und fasste dort auch die ersten drei Gesänge des Messias, die er zunächst in Prosa anlegte. Nach der Übersiedlung nach Leipzig wurde im folgenden Jahr das Werk in Hexameter umgearbeitet. Das Erscheinen der ersten Teile 1748 in den Bremer Beiträgen erregte großes Aufsehen und wurde zum Vorbild der Messiaden-Literatur seiner Epoche. In Leipzig schuf Klopstock auch die ersten Oden. Nach beendetem Theologiestudium nahm er (nach der Sitte aller Theologiekandidaten) in Langensalza eine Hauslehrerstelle an. In den zwei Jahren seines Aufenthaltes in Langensalza erlebte Klopstock die leidenschaftliche Liebe zu dem Mädchen Maria-Sophia Schmidt, den Rausch der Hoffnung, die Enttäuschung und schließlich die Elegie der Entsagung. Das führte dazu, dass er in diesen zwei Jahren die schönsten seiner früheren Oden für die unnahbare Geliebte dichtete.

Die Veröffentlichung der Oden entfachte einen Begeisterungssturm unter den Gegnern der bis dahin vorherrschenden „vernünftigen“ Poetik Johann Christoph Gottscheds. Es war die Geburtsstunde der reinen Dichtung.

Es wurden Kontakte zu Johann Jakob Bodmer geknüpft, der Klopstock nach Zürich einlud, wohin dieser 1750 reiste. Nach acht Monaten ging er auf Einladung des Königs Friedrich V. nach Dänemark. Durch Friedrichs Unterstützung konnte er sein Werk vollenden. Dieser gewährte ihm eine Lebensrente von jährlich 400 (später 800) Talern. Drei Jahre seines Lebens verbrachte er in Dänemark.

1754 heiratete Klopstock Margareta (Meta) Moller, die er in Hamburg kennenlernte. Sie starb jedoch vier Jahre später an den Folgen einer Entbindung. Dreißig Jahre hindurch konnte er sie nicht vergessen und besang sie in seinen Elegien. Erst im hohen Alter (1791) heiratete er die Hamburgerin Johanna Elisabeth von Winthem, welche eine Nichte von Meta Moller war.

1759 bis 1762 lebte Klopstock in Quedlinburg, Braunschweig und Halberstadt, reiste dann nach Kopenhagen, wo er bis 1771 blieb und einen großen Einfluss auf das kulturelle Leben in Dänemark ausübte. Neben dem Messias, der endlich 1773 vollständig erschien, schrieb er Dramen, zum Beispiel Hermanns Schlacht. Er wendete sich dann nach Hamburg. 1776 zog er auf Einladung des Markgrafen Karl Friedrich von Baden vorübergehend nach Karlsruhe. Nach seinem Tod 1803 nahmen mehrere Tausend Menschen an den Beisetzungsfeierlichkeiten in Altona-Ottensen teil. Für damalige Verhältnisse war dies eine unwahrscheinlich hohe Zahl, die deutlich seine Popularität widerspiegelt. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof an der Christianskirche (Ottensen).

Klopstock war Mitglied der Hamburger Freimaurerloge Zu den drei Rosen.

In Quedlinburg informiert ein Museum über den Dichter. 1831 wurde in der dortigen Parkanlage Brühl ein auf eine Bürgerinitiative von 1824 zurückgehendes Denkmal von Schinkel und Tieck eingeweiht.

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