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- Carl Theodor Körner (1791 - 1813) -

Herkunft: Dresden, Deutschland

Carl Theodor Körner war ein deutscher Dichter und Dramatiker. Während sein Theaterschaffen fast völlig in Vergessenheit fiel, sind viele seiner im Freiheitskampf gegen die napoleonische Fremdherrschaft in Deutschland entstandenen Lieder noch vielfach bekannt.

Carl Theodor Körner wurde am 23. September 1791 („abends 3/4 auf 11 Uhr“) in Dresden geboren. Am 2. Oktober 1791 wurde er in seinem Elternhaus am Kohlmarkt in Dresden-Neustadt durch Hofprediger Raschig getauft. Körner war der Sohn des Oberappellationsgerichtsrats Christian Gottfried Körner, Freund und Förderer Schillers, der eine Zeit lang bei den Körners wohnte. Schillerscher Einfluss auf das Körnersche Werk ist auch durchaus spürbar. Seine Mutter war Anna Wilhelmine Jacobine, Tochter des Kupferstechers Stock, bei dem der junge Goethe zeichnen und radieren gelernt hatte. Mit seiner Schwester Emma verband Theodor eine innige Geschwisterliebe.

Taufpaten waren neben anderen Charlotte Dorothea Herzogin von Kurland und Sagan, geborene Gräfin von Medem sowie Elisa von der Recke, geborene Gräfin von Medem, in Mitau.

Nach einer zögerlichen Entwicklung in seinen ersten Kinderjahren lernte Körner schnell, zeigte jedoch zunächst wenig Neigung dazu. Seinen ersten Hauslehrer erhielt er erst mit elf Jahren. Mit vierzehn trat er in die Dresdner Kreuzschule ein.

Ein reges gesellschaftliches Leben der Körners mochte jedoch seine Einflüsse auf den Jungen gehabt haben. Neben Schiller pflegte die Familie enge Kontakte zu Goethe, Kleist, dem Grafen Geßler, Christoph Friedrich Nicolai, Wilhelm und Alexander von Humboldt, Novalis und den Brüdern August Wilhelm und Friedrich Schlegel.

Wie der Vater verfügte Körner über musikalisches Talent; er besaß zeichnerische Begabung wie seine Mutter und seine Schwester Emma, die das letzte Bild Theodors bei seinem Aufenthalt als Lützower Jäger im April 1813 von ihm schuf. Beide sangen später an der Zelterschen Liedertafel und Theodor in Wien in Streichers Chor. Er beherrschte auch eine Anzahl Instrumente, am liebsten war ihm jedoch die Gitarre.

Zunehmend machte sich seine dichterische Begabung bemerkbar. Kaum eine von Emmas Freundinnen wurde von ihm nicht dichterisch umworben: „An Augusten“, „An Theresen“, „An Henriette“ sind seine poetischen Ergüsse betitelt, die er mühelos in kürzester Zeit aufs Papier warf.

1808 begann er sein Studium an der Bergakademie Freiberg und schloss sich der damaligen Landsmannschaft der Montanen, dem heutigen Corps Saxo-Montania an. Dort wurde er vom Geologen Abraham Gottlob Werner gefördert. Zunächst interessierte er sich mehr für die praktische Seite, fuhr in Bergmannstracht unter Tage und fühlte sich bei der harten Arbeit der mächtigen Natur verbunden. Später wandte er sich allerdings der theoretischen Seite zu. Häufige ausgedehnte Fußreisen führten ihn zur Burg Gnandstein, von Dresden über das Elbsandsteingebirge ins Böhmische Mittelgebirge und ins Riesengebirge. Eine reichliche Auslese von Naturpoemen war die Folge.

Bereits 1810 erschien sein erster Band mit Gedichten, die „Knospen“, bei Göschen.

Im Sommer des gleichen Jahres wechselte er an die Universität Leipzig, schloss sich der damaligen Landsmannschaft Thuringia an und begann Geschichte und Philosophie zu studieren. Im wilden Studentenleben erschien Körner als einer der wildesten. Galt es, der adligen Koterie Paroli zu bieten, war er stets dabei. Aufgrund der drohenden Relegation nach einem verbotenen Duell wechselte Körner 1811 nach Berlin und hörte dort Vorlesungen bei Fichte, Schleiermacher und Niebuhr. Dort sang er in der Zelterschen Sing-Akademie zu Berlin und turnte unter Jahn und Friesen.

Eine Krankheit mit Fieber machte einen längeren Aufenthalt in Karlsbad erforderlich. In dieser Zeit erfolgte die Relegation von allen mit Leipzig in Kompaktatverhältnis stehenden Universitäten; dazu gehörte auch Berlin. Nach Heidelberg wollte, nach Wien sollte der allzu temperamentvolle Student nun gehen. Sein Vater wünschte es so.

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Im Wundereinklang ist das Leben der Menschenbrust mit der Natur....
Carl Theodor Körner
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