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- Pindar (522 oder 518 v. Chr. - kurz nach 445 v. Chr.) -

Herkunft: Kynoskephalai bei Theben, Griechenland

Pindaros, eingedeutscht Pindar, war ein griechischer Dichter und zählt zum Kanon der neun Lyriker.

Man muss sich Pindars Gedichte als choreographierte Kantaten vorstellen, die im Rahmen eines Kultus oder einer Feier durch einen Männer- oder Frauenchor mit Instrumentalbegleitung aufgeführt wurden. Es waren „Gesamtkunstwerke“, für die Pindar nicht nur die Texte verfasste, sondern auch die (leider bis auf ein in seiner Authentizität umstrittenes Fragment vollständig verlorene) Musik komponierte und die (ebenfalls nicht überlieferte) Choreographie erstellte; häufig inszenierte er sogar selbst die Aufführung.

Gegenstand seiner Siegeslieder ist das oft mit höchstem Kunstaufwand vorgetragene Lob des Siegers und dessen Familie, aber auch das Lob des Dichters und der Dichtkunst. Der kultischen und metaphysischen Dimension diese Lyrik entsprechend nehmen Erzählungen über Götter und mythische Helden einen großen Raum ein. Die traditionell dorisch geprägte Sprache dieser Lyrik ist feierlich, gesucht, manchmal sogar dunkel.

Pindar gehört zu den zehn großen Lyrikern Griechenlands. Die Alexandriner haben sein umfangreiches Werk erforscht, geordnet und es mustergültig in folgenden 17 Büchern publiziert.

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Liebe Seele, trachte nicht nach dem ewigen Leben, sondern schöpfe das Mö...
Pindar
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